In der kanadischen Arktis wurde die Errichtung eines neuen Territorial Parks beschlossen. Das geplante Agguttinni Schutzgebiet liegt in der Provinz Nunavut nördlich von Clyde River an der Ostküste von Baffin Island. Der Park entstand in Kooperation der Regierung Nunavuts mit den Bewohnern von Clyde River. Der Park soll neben der Natur auch kulturelle Stätten der hier heimischen Inuit schützen und den Tourismus in der Region fördern, betont Nunavuts Premierminister Joe Savikataaq.

Fjorde, Berge und Gletscher bieten immenses Potential für den Tourismus. (Foto: Roger Pimenta, OneOcean Expeditions)
Fjorde, Berge und Gletscher bieten immenses Potential für den Tourismus. (Foto: Roger Pimenta, OneOcean Expeditions)

Nunavut erhält mit dem Agguttinni Territorial Park das bisher grösste Schutzgebiet der Provinz. Die Region ist von einzigartiger Natur geprägt: An der Küste schneiden enge Fjorde tief landeinwärts. Gleich dahinter ragen schnee- und gletscherbedeckte Berge bis zu 1‘500 Meter in den Himmel. Auch rund einen Viertel der Barnes-Eiskappe wird der neue Park umfassen. Diese Eiskappe ist ein Überbleibsel des während der letzten Kaltzeit ganz Nordamerika bedeckenden Laurentidischen Eisschilds. Sie ist noch immer 500 Meter dick und gut 6‘000 Quadratkilometer gross.

Auch die Vielfalt an Tieren in der Region ist bemerkenswert. Eisbären sind hier ebenso heimisch wie grosse Karibu-Herden. Seevögel nisten in den Klippen und Sattelrobben stellen dem arktischen Kabeljau nach. Massive Grönlandwale tummeln sich ebenso in den Gewässern wie die an ihren über zwei Meter langen Stosszähnen erkennbaren Narwale. Hin und wieder werden auch Orcas gesichtet.

Whalewatcher erfreuen sich an der einzigartigen Tierwelt der Region. (Foto: Mark Carwardine, OneOcean Expeditions)
Whalewatcher erfreuen sich an der einzigartigen Tierwelt der Region. (Foto: Mark Carwardine, OneOcean Expeditions)

Wie Destination Kanada mitteilt sind im Sommer im Park Bootstouren, Kajakausflüge, Wanderungen und Tierbeobachtungen möglich. Im Winter, wenn die Fjorde zufrieren, finden dann Touren und Aktivitäten auf dem Eis statt.

Quelle: Destination Kanada, Kirsten Bungart